• Extranet
  • Kontakt
  • Impressum
  • Deutsch
  • English

Leibniz-Nachwuchspreis für Erik Hornung

Dr. Erik Hornung

Dr. Erik Hornung wurde für seine Doktorarbeit zur Bedeutung von Bildung, Migration und technischer Innovation für die wirtschaftliche Entwicklung mit dem Leibniz-Nachwuchspreis ausgezeichnet.

Dr. Erik Hornung, der seit Oktober 2013 als wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen tätig ist, bediente sich in seiner am ifo-Institut angefertigten Dissertation eines methodisch innovativen Ansatzes und konnte so eine Kausalkette zwischen Bildung, der Ausbreitung von Technologien und der wirtschaftlichen Entwicklung aufzeigen. Er analysierte eigens digitalisierte Daten aus preußischen Volkszählungen des 18. und 19. Jahrhunderts und wies einen kausalen Zusammenhang zwischen formaler Bildung, in diesem Fall Elementarschulbildung und dem Fortschritt der preußischen Industrialisierung nach. Hornung widerlegte damit die bisher in der Literatur vorherrschende Meinung, Bildung habe, zumindest während der ersten Phase der Industrialisierung, keine Rolle gespielt. Auch zeigte er den positiven Einfluss, den die Einwanderung der als technologisch besonders fortschrittlich geltenden Hugenotten hatte: Städte mit höherem Migrationsanteil erlangten einen Produktivitätsvorsprung, der auch nach 100 Jahren noch zu beobachten war. Weiterhin beleuchtete Hornung den Einfluss der Eisenbahn auf das Wirtschaftswachstum in Preußen.

Der mit 3000 Euro dotierte Nachwuchspreis wird von der Leibniz-Gemeinschaft jährlich an zwei herausragende Doktoranden aus den insgesamt 87 Mitgliedsinstitutionen verliehen. In diesem Jahr wurde neben Dr. Erik Hornung auch Dr. Kristina Tschulik für ihre Dissertation zur elektrochemischen Metallabscheidung ausgezeichnet.

Pressemitteilung der Leibniz-Gemeinschaft

Erik Hornung digitalisierte für seine Arbeit rund 1 Million Datenfelder aus dem historischen Material. Dafür wurden zunächst die Originalquellen fotografiert und die Daten anschließend händisch in Tabellen eingepflegt. Quelle: Königliches Statistisches Bureau (1873), Band VIII, S. 234-235.

Im Rahmen des Projekts enstand eine umfangreiche Datenbank zu den Preussischen Volkszählung aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die für jedermann hier zugänglich ist.

Dezember, 2013