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Juristische Bücher des Jahres 2017

„Regulierung und Privatrecht“ von Alexander Hellgardt, ehemaliger wissenschaftlicher Referent am MPI für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, steht auf der diesjährigen Liste empfehlenswerter juristischer Literatur.

In seiner am Institut verfassten Habilitationsschrift untersucht Hellgardt, inwiefern das Privatrecht dem Gesetzgeber zur Regulierung von Wirtschaft oder Gesellschaft dient und geht den Fragen nach, was es für die Privatrechtswissenschaft bedeutet, und welche Konsequenzen sich für den Gesetzgeber und die Rechtsprechung ergeben, wenn man die Regulierungsfunktion als zentrale Aufgabe des Privatrechts begreift.

Von dem Umfang des 750 Seiten starken Buches sollten sich potenzielle Leser nicht abschrecken lassen, empfiehlt Prof. Dr. Reinhard Zimmermann in der Zeitschrift „Neue Juristische Wochenschrift“ (NJW) im Namen der Juroren, „denn verhandelt wird hier die Gegenwart und Zukunft der Ausrichtung unseres Privatrechts und der sich mit diesem Gegenstand befassenden Wissenschaft und Praxis auf ebenso anregende wie – gemessen an der Schwierigkeit des Themas – zugängliche Weise.“

Die Auswahl „Juristische Bücher des Jahres“ wird jedes Jahr in der Zeitung „Neue Juristische Wochenschrift“ publiziert. Ein Kreis von Rechtswissenschaftlern sucht seit mehr als 20 Jahren aus den juristischen Neuerscheinungen eines Jahres jene Bücher aus, „die zu lesen sich für jeden Juristen lohnt.“ Insgesamt wurden in der aktuellen Ausgabe fünf Titel als „Juristische Bücher des Jahres“ und zwei lesenswerte Bücher aus dem Ausland empfohlen.

Juristische Bücher des Jahres 2017

Alexander Hellgardt, Regulierung und Privatrecht, Mohr Siebeck, 2016, XXXIV, 848 S.

Martin Heckel, Martin Luthers Reformation und das Recht, Mohr Siebeck, 2016, XIV, 988 S.
Daniel Damler, Konzern und Moderne: Die verbundene juristische Person in der visuellen Kultur 1880–1980, Vittorio Klosterman, 2016, XI, 371 S.

Angelika Siehr, Das Recht am öffentlichen Raum, Mohr Siebeck, 2016, XXXIV, 770 S.

Anika Klafki, Risiko und Recht: Risiko und Katastrophen im Spannungsfeld von Effektivität, demokratischer Legitimation und rechtsstaatlichen Grundsätzen am Beispiel von Pandemien, Mohr Siebeck, 2017, XXIX, 438 S.

Leseempfehlungen aus dem Ausland

Philippe Sands, East West Street: On the Origins of „Genocide“ and „Crimes against Humanity“, Alfred A. Knopf, New York, 2016, 425 S.

James Whitman, Hitler’s American Model, Princeton University Press, 2017, 208 S.

Oktober, 2017