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Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft: Dritter Platz für Marta Castelon

Die Preisträger und Laudatoren der Preisverleiung. Von links nach rechts, erste Reihe: Prof. Dr. Nils Goldschmidt, Dr. Heiko Burret, Dr. Maria Castelon, Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Dagmar Schipanski, Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons, Prof. Dr. Randolf Rosenstock; Zweite Reihe: Prof. Dr. habil. Korbinian von Blanckenburg, Prof. Dr. Dominik H. Enste, Dr. Marc Beise, Prof. Dr. Dieter Frey, Prof. Dr. Christoph M. Schmidt. Photo: Roman Herzog Institut.

Dr. Marta Castelon, ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin am MPI für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, wurde erneut für ihre Promotionsarbeit ausgezeichnet – mit einem der höchstdotieren Forschungspreise aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Das Roman Herzog Institut (RHI) zeichnete die Juristin am 19. Juni 2018 in München mit dem dritten Platz des Roman Herzog Forschungspreises Soziale Marktwirtschaft 2018 aus, gefördert und unterstützt durch die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. Die Preisverleihung gestalteten neben dem Vorstandsvorsitzenden des Roman Herzog Instituts, Prof. Randolf Rodenstock, unter anderem vbw Präsident Alfred Gaffal, sowie Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI, Vorsitzender der fünf Wirtschaftsweisen sowie Vorsitzender des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen.

An dem Auswahlverfahren haben Doktoranden und Habilitanden unterschiedlicher Fachrichtungen aus ganz Deutschland teilgenommen. Zur zweiten Phase des Wettbewerbs – den Vortrag vor dem hochkarätigen Fachbeirat des RHI – wurden zehn Kandidaten eingeladen. Aus dieser Gruppe wurden die Preisträger ausgewählt.

Castelons Dissertation „International Taxation of Income from Services under Double Taxation Conventions – Development, Practice and Policy” beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung für das Steuerrecht – eine zentrale Fragestellung für die Soziale Marktwirtschaft der kommenden Jahre. Die Juristin zeigt, wie die Steuergerechtigkeit vor dem Hintergrund der Digitalisierung verbessert werden kann. Sie empfiehlt eine Reform der internationalen Besteuerung von Dienstleistungen gemäß einer Richtlinie der Europäischen Kommission. Danach soll nicht wie bisher allein die physische Präsenz einer Firma entscheidend sein für die Besteuerung, sondern die Umsätze, die an der „digitalen Betriebsstätte“ erzielt werden. Betreut wurde Castelons Dissertationsschrift von Professor Wolfgang Schön, Direktor am Max Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, sowie von Professor Luís Eduardo Schoueri von der Universität São Paulo in Brasilien.

Weitere Preisträger des diesjährigen Forschungspreises Soziale Marktwirtschaft sind: Dr. Heiko Burret, welcher den ersten Platz für seine Dissertation „Fiscal Rules and Fiscal Sustainability“ erhielt, und Prof. Dr. Korbinian von Blanckenburg, der für seine Habilitation „Entwicklung von wettbewerbsökonomischen Methoden zur Aufdeckung und Minderung von Marktmachtmissbrauch“ den zweiten Platz erhielt. Dr. Marta Castelon teilt sich den dritten Platz mit Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons. Diese wurde für Ihre Habilitationsschrift „Essays on Corporate Social Responsibility (CSR) and Marketing“ ausgezeichnet. Weil beide drittplatzierte Arbeiten ein hohes, gleichrangiges wissenschaftliches Niveau zeigen, hat die Jury des RHI entschieden, sie jeweils mit einem dritten Platz auszuzeichnen und das Preisgeld entsprechend aufzustocken.

Beim Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft handelt es sich bereits um die dritte Auszeichnung für die Dissertationsschrift von Marta Castelon. Zuvor wurde sie vom Deutschen wissenschaftlichen Institut der Steuerberater e.V. (DWS-Institut) mit dem DWS- Wissenschaftspreis 2017 gewürdigt, zudem erhielt Marta Castelon den Preis der Münchner Universitätsgesellschaft. Castelons Dissertation ist 2018 in der Reihe “Series on International Taxation“ des Kluwer Verlags erschienen.

Juni, 2018