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Wissenschaftspreis für Dr. Christian Marquart

Dr. Hartmut Schwab, Präsident der Steuerberaterkammer
(links), Preisträger Dr. Christian Marquart und Günter Helmhagen,
Vorstandsmitglied der StBK (rechts). Foto: StBK

Dr. Christian Marquart hat für seine Dissertation zu „Zinsabzug und steuerliche Gewinnallokation – Rechtsvergleichende Untersuchung und rechtspolitischer Vorschlag“ den Wissenschaftspreis der Steuerberaterkammer München erhalten. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen des Fachkammertags am 24. Oktober in München übergeben.

In seiner Dissertation beschäftigt sich Marquart mit der Abzugsfähigkeit von Zinszahlungen, die Unternehmen die Möglichkeit eröffnet, Gewinne in Staaten mit dem günstigsten Steuerregime zu verlagern. Da mit dieser Praxis  erhebliche Aufkommensverluste für Länder mit höheren Steuersätzen einhergehen, haben viele Staaten den Zinsabzug begrenzt.

Die Untersuchung führt zunächst die rechtlichen, ökonomischen und wirtschaftspolitischen Aspekte der Problematik zusammen. Auf Basis eines Rechtsvergleichs mit Australien, Kanada, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten entwickelt Marquart einen eigenen Regelungsansatz, der nicht nur einen wirksamen Schutz der Steuerbasis gewährleisten soll, sondern auch negative Auswirkungen auf die Standortattraktivität zu vermeiden sucht.

„Herr Dr. Marquart hat eine innovative Arbeit vorgelegt. In seinem 400-seitigen Werk führt er dabei wichtige rechtsvergleichende, rechtsökonomische und rechtspolitische Aspekte aus. Vor allem Steuerberater, die sich in ihrem beruflichen Alltag mit internationalen Unternehmungen beschäftigen, erhalten damit einen guten Überblick in die Thematik und können diese zu Hilfe nehmen“, heißt es in der Begründung der Steuerberaterkammer.

Dr. Christian Marquart war bis Ende 2011 Stipendiat der Abteilung für Unternehmens- und Steuerrecht am MPI für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen. Die Arbeit ist am Institut unter der Betreuung von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Schön entstanden.

Oktober, 2014