• Extranet
  • Kontakt
  • Impressum
  • Deutsch
  • English

Duale Einkommensteuer: Was wir von Schweden lernen können

Professor Peter Melz bei seinem Vortrag am MPI

Die duale Einkommensteuer, bei der Erwerbseinkommen hoch und Gewinne aus Kapital – etwa Unternehmensgewinne, Zinsen und Dividenden – gering besteuert werden, hat in den skandinavischen Ländern eine lange Tradition. In Deutschland gehört sie zu den wesentlichen steuerpolitischen Reformvorschlägen, verspricht man sich davon doch ein gutes Investitionsklima bei einem gleichzeitig starken Sozialsystem.

Auch das MPI hat vor Jahren gemeinsam mit dem Sachverständigenrat der Bundesregierung und dem ZEW Mannheim einen Gesetzesvorschlag hierzu vorgelegt.

Vor diesem Hintergrund hat das Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen Peter Melz, Professor für Steuerrecht an der Universität Stockholm und langjähriger Berater der schwedischen Regierung, eingeladen, um am 26. März 2012 bei einem Vortrag vor Fachpublikum Einblicke aus der schwedischen Praxis zu geben.

Es stellt sich heraus, dass die Klassifizierung der Einkünfte als Erwerbs- oder als Kapitaleinkommen nicht immer einfach ist: zum Beispiel wenn es um Gesellschaften mit beschränkter Gesellschafterzahl geht, in denen die Mitinhaber aktiv tätig sind oder hinsichtlich der Gewinnbeteiligung in Private Equity Fonds.

Für schwedische Unternehmen tun sich derzeit Möglichkeiten auf, Einkünfte verstärkt so zu gestalten, dass sie zum niedrigeren Kapitalsteuersatz besteuert werden.

Februar, 2013