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Otto-Hahn-Medaille für Corinna Coupette

Dr. Corinna Coupette, ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin der Otto-Hahn-Gruppe für Finanzmarktregulierung am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, wurde für ihre Dissertation „Juristische Netzwerkforschung“ mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. Diese wird seit 1978 jährlich für herausragende Promotionsarbeiten vergeben.

Mit ihrer Dissertation führt Corinna Coupette die juristische Netzwerkforschung in den deutschen juristischen Diskurs ein. Juristen kommen täglich mit Netzwerken in Kontakt, etwa wenn sie Informationen suchen oder Unternehmenstransaktionen begleiten. Dabei produzieren sie auch selbst Netzwerke – insbesondere soziale Netzwerke und Zitiernetzwerke. Corinna Coupette untersucht, wie juristische Phänomene als Netzwerke repräsentiert werden können und was man durch ihre Analyse für das Recht lernen kann. Auf Basis eines eigens zusammengestellten Datensatzes von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts entwickelt sie Werkzeuge zur Modellierung, Quantifizierung und Visualisierung des Rechts. Das dazu erforderliche Wissen erwarb sie in einem parallel zur Promotion verfolgten Informatikstudium.

Heute ist Corinna Coupette als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Informatik beschäftigt, wo sie in Informatik promoviert. Außerdem ist sie Affiliate am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht und Gast am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen.

Die ausgezeichnete Arbeit ist 2019 im Verlag Mohr Siebeck erschienen und wurde mit Open Access publiziert. Das eBook steht kostenfrei zum Download bereit unter: https://zenodo.org/record/2617115

 

Juni, 2020