unter diesem Titel veranstaltete das Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen am 15. und 16. Dezember eine hochrangig besetzte interdisziplinäre Konferenz.

Führende Experten aus Steuerrecht, Wirtschaftswissenschaften und Politischer Philosophie diskutierten über die Frage, wie ein effizientes, gerechtes und politisch denkbares Steuersystem der Zukunft aussehen könnte. Den Hintergrund dieser Überlegungen bildete die geopolitische Fragmentierung der Welt, die ein koordiniertes, multilaterales Vorgehen der Staaten immer weniger wahrscheinlich macht.
Konkrete Themen der Tagung waren unter anderem das Verhältnis von Effizienz und Gerechtigkeit, die Grundsätze der Einmalbesteuerung und der Nichtdiskriminierung, die Verteilung von Besteuerungsrechten zwischen Sitzländern, Produktionsstandorten und Marktstaaten, die Bedeutung von Zöllen, indirekten Steuern (z. B. Digitalsteuern) und Vermögensteuern sowie institutionelle Möglichkeiten der steuerpolitischen Koordinierung.
Direktor Wolfgang Schön und Mitveranstalter Will Morris (Washington D.C.) konnten wissenschaftliche Gastredner aus aller Welt begrüßen - von Brasilien über die Vereinigten Staaten und Europa bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und Australien. Wichtige Institutionen wie die Vereinten Nationen, die OECD und der Internationale Währungsfonds waren ebenfalls vertreten.
Die Vorträge und Kommentare werden im Jahre 2026 in einem Sonderheft der Zeitschrift "Bulletin for International Taxation" (IBFD) publiziert.

Bild 1: Die Veranstaltungsräume am Marstallplatz 1 boten bis in die späte Dämmerung ausreichend Raum für Disskussionen. (© salzer)
Bild 2: Philip Baker, Rechtsanwalt bei Field Court Tax Chambers und Gastprofessor für internationales Steuerrecht an der Universität Oxford, hat bei all den interessanten Unterhaltungen gerade mal Zeit für einen schnellen Schulterblick. (© salzer)
Bild 3: Mit Hilfe der Gastgeber konnten dann doch noch alle für das obligatorische Gruppenbild zusammengetrommelt werden. (© salzer)
Dezember 2025
